Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik
Meister, Betriebswirt, Fachplaner
 
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E-Meister Kommunikations- und Sicherheitstechnik

Die Zukunft hat längst angefangen und mit ihr boomt der Markt der Gefahrenmeldetechnik. Hier arbeiten Videoüberwachungs- und Visualisierungssysteme, Telefonanlagen, Handys und Computer gemeinsam gegen Einbruch, Überfall und Brand. Ein Elektrotechnikermeister mit dem Schwerpunkt Kommunikations- und Sicherheitstechnik kann diese Geräte installieren, warten und im Rahmen der Gebäudeautomatisierung mit anderen Technologien verbinden. 

Zulassungsvoraussetzungen

Auch für IHK-Abschlüsse

Die Handwerkskammern entscheiden, wer die Voraussetzungen für die Teilnahme zur Meisterprüfung erfüllt. Nur sie können verlässliche Auskunft geben. Gleichwohl gibt es natürlich für jeden E-Meister erfahrungsgemäß Berufe oder Berufsgruppen, die in der Regel besonders gute Chancen auf Zulassung zur Prüfung haben. Um eine erste Orientierungshilfe zu bieten, hat das BFE daher eine aus seiner Sicht sinnvolle Vorauswahl für jeden seiner E-Meister zusammengestellt.

Für folgende Berufsgruppen ist dieser Lehrgang besonders geeignet:

  • Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik (HWK)
  • Elektroniker Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik (HWK)
  • Elektroniker für Betriebstechnik (IHK)
  • Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme (IHK)

Mehr als 90 Prozent aller Anmeldungen werden problemlos von den Kammern zugelassen. Es gibt aber auch immer Einzelfälle, bei denen die Entscheidung nicht ganz so einfach ist. Ob exotischer Vorberuf, kurze Ausbildungszeit oder ungewöhnlicher Berufsweg – Claudia Nichau, unsere Beraterin für angehende Meister, hilft bei komplexeren Fragen unter Tel.: 0441 34092-131 weiter und plant mit jedem Interessenten den individuell bestmöglichen Karriereweg.

Der Zulassungsantrag von der Handwerkskammer ist hier zum Download bereitgestellt: Zulassungsantrag Meisterprüfung (HWK)

Lehrgangsablauf

Der Meisterlehrgang lässt sich in ein fachbezogenes und ein fachübergreifendes Modul untergliedern. Das fachbezogene Modul behandelt im Schwerpunkt die Bereiche Kommunikations-, Sicherheits-, Netzwerk-, Energie- und Gebäudetechnik in Theorie und Praxis. Es umfasst mit einer Dauer von ca. zehn Monaten (1.360 Unterrichtseinheiten) den Großteil der Meisterausbildung. An seinem Ende stehen die Abschlussprüfungen vor der Handwerkskammer (HWK)*.

Das fächerübergreifende Modul behandelt die Bereiche Wirtschaft und Recht sowie Berufs- und Arbeitspädagogik, dauert ca. zwei Monate (340 Unterrichtseinheiten) und schließt je Bereich mit einer Prüfung ab. Da die Inhalte deutschlandweit standardisiert** sind, können Teilnehmer, die dieses Modul anderweitig absolviert haben, am BFE auch ausschließlich das fachbezogene Modul besuchen. Da das fächerübergreifende Modul dem fachbezogenen vorgelagert ist, können externe Absolventen im Anschluss problemlos zu den anderen stoßen.

Neben dem Präsenzunterricht können Teile der Unterrichtseinheiten als Online-Unterricht (virtuelles Klassenzimmer) durchgeführt werden.

In der abschließenden Meisterprüfung müssen die Teilnehmer unter Beweis stellen, dass sie einen Handwerksbetrieb selbständig führen können. Dazu zählen Leitungsaufgaben in den Bereichen Technik, Betriebswirtschaft, Personalführung und -entwicklung. Außerdem müssen sie die Ausbildung fachgerecht durchführen und ihre berufliche Handlungskompetenz selbständig umsetzen können. 

Nach erfolgreichem Abschluss des gesamten Meisterlehrgangs am BFE erhalten die Teilnehmer ein Zeugnis des BFE und eine Meisterprüfungsbescheinigung der HWK. Die Übergabe der Meisterbriefe erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen einer großen Meisterfeier durch die Handwerkskammer Oldenburg.

*Bei Erreichen von mindestens 50% im Teil der Sicherheitsprüfung wird durch die Handwerkskammer (HWK) eine Bescheinigung ausgestellt, die den Eintrag in das Installateur-Verzeichnis ermöglicht. Die hierfür normalerweise aufzuwendenden Kosten in Höhe von ca. 2.200 Euro sind in der Kursgebühr und den Zusatzkosten bereits enthalten.

**Der wirtschaftliche und rechtliche Teil entspricht dem „Technischen Fachwirt“ (HWK), der berufs- und arbeitspädagogische der „Ausbildung der Ausbilder“ (AdA).

Inhalte

Das BFE ist die Meisterschule in Deutschland, die den gesamten Rahmenlehrplan des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) erfüllt. Dieser entspricht 1.700 Unterrichtseinheiten.

ZVEH konform

Fachbezogenes Modul*

Praxis (Teil I)
Kommunikations- und Sicherheitstechnik

  • Komplexe Projektierung, Fachkalkulation und Realisierung von ganzheitlichen
    Kundenaufträgen im Schwerpunkt Kommunikations- und Sicherheitstechnik
  • Kundenaufträge im Bereich Systemelektronik
  • Kundenaufträge im Bereich Energie- und Gebäudetechnik

Theorie (Teil II)
Kommunikations- und Sicherheitstechnik

Kommunikations- und Datennetze

  • Telekommunikation
  • Weitverkehrsnetze
  • xDSL
  • Sprachübertragung in Datennetzen (VoIP)
  • Datennetzwerktechnik
  • IT-Sicherheit und Firewall
  • Normgerechte Gebäudevernetzung
  • Lichtwellenleitertechnik (LWL)
  • Leitungsmesstechnik für Cu und LWL

Sicherheitstechnik

  • Videoüberwachung
  • Brandmeldeanlagen (DIN 14675)
  • Fachkraft für Sprachalarmanlagen
    (DIN 14675)
  • Einbruchmeldeanlagen
  • Fachkraft für Feststellanlagen (DIN 14677)
 




Systemelektronik

  • Gebäudeautomation mit KNX
  • KNX und Einbruchmeldeanlagen

Energie- und Gebäudetechnik

  • Blitz- und Überspannungsschutz
  • Vorschriften (VDE, VDE-Messtechnik)
  • Beleuchtungstechnik
  • Installationsplanung

Betriebsführung
Kommunikations- und Sicherheitstechnik

  • Auftragsabwicklung
  • Betriebsführung und Betriebsorganisation

Fächerübergreifendes Modul*

Betriebswirtschaftliche, kaufmännische und rechtliche Kenntnisse (Teil III)

  • Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen beurteilen
  • Gründungs- und Übernahmeaktivitäten vorbereiten, durchführen und bewerten
  • Unternehmensführungsstrategien entwickeln
 

Berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse
(Teil IV)

  • Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen
  • Ausbildung vorbereiten und Einstellung von Auszubildenden durchführen
  • Ausbildung durchführen
  • Ausbildung abschließen
 

* Um auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können, behält sich das BFE Änderungen der Lerninhalte vor. Lernziele und Ausbildungsdauer entsprechen den vom Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) erarbeiteten Richtlinien und werden laufend durch aktuelle Themen aus der Praxis ergänzt.

Zusatzzertifikate / Qualifikationen

Die Teilnehmer des Lehrganges zum Elektrotechnikermeister Kommunikations- und Sicherheitstechnik können während ihrer Lernzeit am BFE verschiedene Zusatzzertifikate/Qualifikationen* erlangen. Die Kosten von insgesamt 7.280 Euro sind in den Gesamtkosten des Meisterlehrganges bereits enthalten. Das BFE weist ausdrücklich auf das hohe Einsparpotential hin.

* betriebsbedingte Gründe können zu inhaltlichen Änderungen der nachfolgenden Qualifikationen führen. Hieraus resultiert kein Anspruch auf Erstattung.

7.280 Euro Einsparpotential

Zusatzzertifikate / Qualifikationen

  • Sachkundiger für den Anschluss von Anlagen und Geräten an das Niederspannungsnetz
    ca. 2.200 Euro
    Mit der Bescheinigung der bestandenen Sicherheitstechnikprüfung, die im Rahmen der fachübergreifenden Module aller Lehrgänge absolviert wird, ist ein Eintrag in das Installateur-Verzeichnis als Sachkundiger für den Anschluss elektrischer Anlagen an das Niederspannungsnetz möglich. Die hierfür normalerweise aufzuwendenden Kosten in Höhe von 2.200 Euro sind in der Kursgebühr und den Zusatzkosten enthalten. 
  • KNX-Zertifikatsprüfung
    ca. 1.500 Euro
    Das BFE integriert die vollwertige KNX-Zertifikatsprüfung nach Richtlinien der KNX Association in Brüssel in das brandaktuelle Themenfeld „Smart Building/Gebäudeautomation“. Die Prüfung erfolgt direkt durch die dazu besonders zertifizierten BFE-Dozenten. Die Kosten in Höhe von ca. 1.500 Euro sind bereits in der Gebühr für den E-Meister enthalten.
  • Unternehmermodell nach DGUV Vorschrift 2 „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“
    ca. 220 Euro
    In Deutschland muss sich jeder Arbeitgeber/Unternehmer regelmäßig durch Fachkräfte sicherheitstechnisch und betriebsärztlich betreuen lassen (Arbeitsschutzgesetz, DGUV-Vorschrift 2). Bei Kleinbetrieben, mit bis zu 50 Mitarbeitern, kann der Arbeitgeber oder ein verantwortlicher Mitarbeiter bei entsprechender Qualifikation den betrieblichen Arbeitsschutz selbst organisieren. Der erste Baustein ist das "Unternehmermodell - Grundseminar".

    Das Zertifikat ist daher für eine spätere Selbstständigkeit wichtig. Die hierfür normalerweise aufzuwendenden Kosten in Höhe von 220 Euro sind in der Kursgebühr und den Zusatzkosten enthalten.
  • Verantwortliche Person für Brandmeldeanlagen (BMA) gemäß DIN 14675 inkl. Prüfung
    ca. 1.400 Euro
    Gemäß der DIN 14675 müssen Fachplaner und Errichter den Kompetenz-Nachweis für das Planen, Montieren, Inbetriebsetzen, Abnehmen, Errichten und Instandhalten von Brandmeldeanlagen erbringen. Dieses Seminar bereitet auf die Prüfung zur verantwortlichen Person gemäß DIN 14675 vor, in der Sie diesen Kompetenznachweis erhalten.
  • Fachkraft für Sprachalarmanlagen nach DIN 14675 inkl. Prüfung
    ca. 1.100 Euro
    Fachbetriebe, die sich nach DIN 14675 für Sprachalarmanlagen zertifizieren lassen wollen, müssen einen Kompetenznachweis in Form einer Prüfung erbringen. Die hierfür normalerweise aufzuwendenden Kosten in Höhe von 825 Euro für das Seminar sowie 275 Euro Prüfungskosten sind bereits in der Gebühr für den E-Meister enthalten.
  • Fachkraft für Rauchwarnmelder nach DIN 14676
    ca. 210 Euro
    Rauchwarnmelder in Wohnungen, Wohnhäusern und Räumen mit wohnungsähnlicher Nutzung sind aufgrund der Landesbauordnungen in immer mehr Bundesländern Pflicht. Nur durch eine fachgerechte Projektierung und Montage unter Beteiligung der Norm DIN 14676 können Sie sicher sein, dieses Schutzziel zu erreichen. Auch in Bezug auf betriebliche Haftungsfragen ist diese Schulung ein Muss. Alle fünf Jahre ist der Kompetenznachweise zu aktualisieren. Die normalerweise aufzuwendenden Kosten in Höhe von 210 Euro für das Seminar sind bereits in der Gebühr für den E-Meister enthalten.
  • Fachkraft für Feststellanlagen nach DIN 14677 
    ca. 650 Euro
    Zur Sicherstellung der einwandfreien Funktionsbereitschaft einer elektrisch gesteuerten Feststellanlage sowie Rauchschutzabschlüssen, legt die DIN 14677 die Grundlage bezüglich "lnstandhaltungsmaßnahmen" für den Betreiber und lnstandhalter fest. Ergänzend gibt die DIN 14677 Empfehlungen für den Nachweis der Kompetenz von Fachfirmen und Personen, die mit der Instandhaltung beauftragt sind. Neben der regelmäßig durchzuführenden Funktionsprüfung (Inspektion) führt die Fachkraft ergänzend die jährliche Wartung durch. Alle fünf Jahre ist der Kompetenznachweis zu aktualisieren. Die normalerweise aufzuwendenden Kosten in Höhe von 650 Euro für das Seminar sind bereits in der Gebühr für den E-Meister enthalten. 
Termine und Anmeldung
 

Meisterlehrgang Elektrotechnik Schwerpunkt Kommunikations - u. Sicherheitstechnik

(Teil 1 - 4 in Vollzeit)
Kursnummer 104000
Lehrgangsdauer 12 Monate ()
Unterrichtszeiten Mo - Fr: 7.30 - 15.00 Uhr
Kursgebühr 14.290 Euro 14.290 Euro
Zusatzkosten Lernmittelgebühren: ca. 550 Euro
Prüfungsgebühren: 860 Euro
Prüfungszusatzkosten: ca. 300 EUR
  • Zur Anmeldung
 

Meisterlehrgang Elektrotechnik Schwerpunkt: Kommunikations - u. Sicherheitstechnik

(Teil 1 und 2 in Vollzeit)
Kursnummer 104400
Lehrgangsdauer 10 Monate ()
Unterrichtszeiten Mo - Fr: 7.30 - 15.00 Uhr
Kursgebühr 11.840 Euro 11.840 Euro
Zusatzkosten Lernmittelgebühren: ca. 490 Euro
Prüfungsgebühren: 520 Euro
Prüfungszusatzkosten: ca. 300 EUR
  • Zur Anmeldung
 
Fachmedien

Die folgende Literaturliste beschäftigt sich mit für den Beruf des E-Meisters Kommunikations- und Sicherheitstechnik interessanter Literatur. Sie ist keine Auflistung des im Lehrgang verwendeten Materials.

Eine Liste mit den aktuellen Fachbüchern erhalten die zukünftigen Meisterschüler drei Monate vor Lehrgangsbeginn. Sämtliche Autoren der Fachbücher sind Dozenten des BFE. Die Lernprogramme werden ebenfalls vom BFE erstellt.

BEHRENDS, P. & B. WESSELS: Formeln und Tabellen Elektrotechnik. 120 S. - Vogel Buchverlag, Würzburg.
BÖTTLE, P. & H. FRIEDRICHS: Mathematische und elektrotechnische Grundlagen. 583 S. - Vogel Buchverlag, Würzburg.
BÖTTLE, P., H. FRIEDRICHS, T. JANßEN & R. SOBOLL: Aufgaben und Lösungen Elektrotechnik. 456 S. - Vogel Buchverlag, Würzburg.
WÜBBE, T.: Telekommunikation. 264 S. – Vogel Buchverlag, Würzburg.

Ansprechpartner
für Fragen
zur Ausbildung

Claudia Nichau
Meister-Beraterin

Mo-Do 7.30-16 Uhr, Fr 7.30-15 Uhr

Tel.: 0441 34092-131
E-Mail: meisterberatung@bfe.de

Infotage

Die Informationsveranstaltung für Deutschlands größtes Ausbildungsangebot für E-Meister...mehr

Termine 2020:
Samstag, 07.11.2020

Termine 2021:
Samstag, 30.01.2021
Samstag, 17.04.2021
Samstag, 03.07.2021
Samstag, 06.11.2021


Aufstiegs-BAföG

Informationen zum Aufstiegs-BAföG gibt es hier und auf der Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unter www.aufstiegs-bafoeg.de

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