Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik
Meister, Betriebswirt, Fachplaner
 
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E-Meister Systemelektronik

Vom kleinsten elektronischen Bauteil bis zum komplexesten elektrischen System – dieser Meister kennt sich aus. Er ist der Lösungsfinder für alle Anlagen der Strombranche, arbeitet im Team mit Unternehmern und Entwicklungsingenieuren. Er berät zu Einsparpotenzialen und optimiert Produktionsabläufe. Klassische Arbeitsfelder sind die Entwicklung von Steuerungen, der Schaltschrankbau und der Einsatz im Servicebereich für Windenergieanlagen. Als Instandsetzer ist der Systemelektroniker in der gesamten Industrie unterwegs.

Nach erfolgreichem Abschluss der Prüfungen, bekommen die Teilnehmer den Meisterbrief „Elektrotechnikermeister Systemelektronik“ überreicht.

Zulassungsvoraussetzungen

Auch für IHK-Abschlüsse

Die Handwerkskammern entscheiden, wer die Voraussetzungen für die Teilnahme zur Meisterprüfung erfüllt. Nur sie können verlässliche Auskunft geben. Gleichwohl gibt es natürlich für jeden E-Meister erfahrungsgemäß Berufe oder Berufsgruppen, die in der Regel besonders gute Chancen auf Zulassung zur Prüfung haben. Um eine erste Orientierungshilfe zu bieten, hat das BFE daher eine aus seiner Sicht sinnvolle Vorauswahl für jeden seiner E-Meister zusammengestellt.

Für folgende Berufsgruppen ist dieser Lehrgang besonders geeignet:

  • Elektroniker Fachrichtung Automatisierungstechnik (HWK)
  • Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik (HWK)
  • Systemelektroniker (HWK)
  • Mechatroniker (HWK/IHK)
  • Elektroanlagenmonteur (IHK)
  • Elektroniker für Automatisierungstechnik (IHK)
  • Elektroniker für Betriebstechnik (IHK)
  • Elektroniker für Geräte und Systeme (IHK)

Mehr als 90 Prozent aller Anmeldungen werden problemlos von den Kammern zugelassen. Es gibt aber auch immer Einzelfälle, bei denen die Entscheidung nicht ganz so einfach ist. Ob exotischer Vorberuf, kurze Ausbildungszeit oder ungewöhnlicher Berufsweg – Claudia Nichau, unsere Beraterin für angehende Meister, hilft bei komplexeren Fragen unter Tel.: 0441 34092-131 weiter und plant mit jedem Interessenten den individuell bestmöglichen Karriereweg.

Der Zulassungsantrag von der Handwerkskammer ist hier zum Download bereitgestellt: Zulassungsantrag Meisterprüfung (HWK)

Lehrgangsablauf

Der Meisterlehrgang lässt sich in ein fachbezogenes und ein fachübergreifendes Modul untergliedern. Das fachbezogene Modul behandelt im Schwerpunkt die Systemelektronik in Theorie und Praxis. Es umfasst mit einer Dauer von ca. zehn Monaten (1.360 Unterrichtseinheiten) den Großteil der Meisterausbildung. An seinem Ende stehen die Abschlussprüfungen vor der Handwerkskammer (HWK)*.

Das fächerübergreifende Modul behandelt die Bereiche Wirtschaft und Recht sowie Berufs- und Arbeitspädagogik, dauert ca. zwei Monate (340 Unterrichtseinheiten) und schließt je Bereich mit einer Prüfung ab. Da die Inhalte deutschlandweit standardisiert** sind, bietet das BFE alternativ an, dass dieses Module extern absolviert werden können. Da das fächerübergreifende Modul dem fachbezogenen vorgelagert ist, können externe Absolventen im Anschluss problemlos zu den anderen stoßen.

Nach erfolgreichem Abschluss des gesamten Meisterlehrgangsprogramms am BFE erhalten die Teilnehmer ein Zeugnis des BFE sowie den HWK-Meisterbrief „Elektrotechnikermeister Systemelektronik“.

*Bei Erreichen von mindestens 50% im Teil der Sicherheitsprüfung wird durch die Handwerkskammer (HWK) eine Bescheinigung ausgestellt, die den Eintrag in das Installateur-Verzeichnis ermöglicht. Die hierfür normalerweise aufzuwendenden Kosten in Höhe von ca. 2.000 Euro sind in der Kursgebühr und den Zusatzkosten bereits enthalten.

**Der wirtschaftliche und rechtliche Teil entspricht dem „Technischen Fachwirt“ (HWK), der berufs- und arbeitspädagogische der „Ausbildung der Ausbilder“ (AdA).

Inhalte

Das BFE ist die Meisterschule in Deutschland, die den gesamten Rahmenlehrplan des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) erfüllt. Dieser entspricht 1.700 Unterrichtseinheiten.

ZVEH konform

Fachbezogenes Modul*

Praxis (Teil I)
Systemelektronik

  • Komplexe Projektierung (SPS), Fachkalkulation und Realisierung von ganzheitlichen Kundenaufträgen im Schwerpunkt Systemelektronik
  • Kundenaufträge im Bereich Energie- und Gebäudetechnik
  • Kundenaufträge im Bereich Kommunikations- und Sicherheitstechnik

 

Theorie (Teil II)
Systemelektronik

  • Grundlagen der Elektrotechnik, Elektronik, Digitaltechnik mit mathematischen Anwendungen
  • Mess- und Regelungstechnik
  • Automatisierungstechnik
  • Industriebussysteme und Vernetzung
  • Visualisierung
  • Berufsbezogene, sicherheitsrelevante Gesetze,
  • Normen, Regeln und Vorschriften
  • Steuerungstechnik inkl. CAD
  • Elektrische Maschinen
  • Microcontrollertechnik
  • Leistungselektronik
  • Mechanik, Pneumatik und Hydraulik
  • Schaltberechtigung 36 KV
  • Planung von Mittelspannungsanlagen

 


Energie- und Gebäudetechnik

  • Blitz- und Überspannungsschutz, EMV
  • Vorschriften (VDE, VDE-Messtechnik)
  • Installationsplanung

Kommunikations- und Sicherheitstechnik

  • Datenübertragungs- und Netzwerktechnik
  • Telekommunikationstechnik
  • Brandmeldetechnik
  • Einbruchmeldetechnik

Betriebsführung Systemelektronik

  • Auftragsabwicklung
  • Betriebsführung und Betriebsorganisation

 

Fächerübergreifendes Modul*

Betriebswirtschaftliche, kaufmännische und rechtliche Kenntnisse (Teil III)

  • Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen beurteilen
  • Gründungs- und Übernahmeaktivitäten vorbereiten, durchführen und bewerten
  • Unternehmensführungsstrategien entwickeln

 

Berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse
(Teil IV)

  • Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen
  • Ausbildung vorbereiten und Einstellung von Auszubildenden durchführen
  • Ausbildung durchführen
  • Ausbildung abschließen

 

* Um auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können, behält sich das BFE Änderungen der Lerninhalte vor. Lernziele und Ausbildungsdauer entsprechen den vom Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) erarbeiteten Richtlinien und werden laufend durch aktuelle Themen aus der Praxis ergänzt.

Zusatzzertifikate / Qualifikationen

Die Teilnehmer des Lehrganges zum Elektrotechnikermeister Systemelektronik können während ihrer Lernzeit am BFE verschiedene Zusatzzertifikate / Qualifikationen erlangen. Die Kosten von insgesamt 7.340 Euro sind in den Gesamtkosten des Meisterlehrganges bereits enthalten. Das BFE weist ausdrücklich auf das hohe Einsparpotential hin.

7.340 Euro Einsparpotential

Zusatzzertifikate / Qualifikationen

  • Automatisierungstechniker (Service) nach dem Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI)
    ca. 4.500 Euro
    Im Kern dieser Qualifizierung stehen Speicherprogrammierbare Steuerungen, Industrielle Kommunikationssysteme und Mensch-Maschine-Schnittstellen (HMI). Die Automatisierungstechnik wird in einem ganzheitlichen Qualifizierungskonzept zusammengeführt. Im Rahmen dieses Meisterlehrganges kann die Prüfung zum Automatisierungstechniker nach ZVEI abgelegt werden, die Inhalte werden im Rahmen des Lehrganges vermittelt. Die normalerweise anfallenden Seminar-Kosten in Höhe von 4.500 Euro sind mit den Kursgebühren zum E-Meister Systemelektronik bereits abgedeckt.
  • Sachkundiger für den Anschluss von Anlagen und Geräten an das Niederspannungsnetz - Sicherheitsschein
    ca. 2.000 Euro
    Mit der Bescheinigung der bestandenen Sicherheitstechnikprüfung, die im Rahmen der fachübergreifenden Module aller Lehrgänge absolviert wird, ist ein Eintrag in das Installateur-Verzeichnis als Sachkundiger für den Anschluss elektrischer Anlagen an das Niederspannungsnetz TREI (Technische Regeln Elektroinstallation) möglich. Die hierfür normalerweise aufzuwendenden Kosten in Höhe von 2.000 Euro sind in der Kursgebühr und den Zusatzkosten enthalten.
  • Schaltberechtigter für elektrische Anlagen bis 36 kV
    ca. 650 Euro
    Schalthandlungen in Versorgungsnetzen der Energieversorgungsunternehmen (EVU), in Industrie- und Gewerbenetzen oder in Netzen privater Erzeuger können nur durch besonders ausgebildete Elektrofachkräfte durchgeführt werden. Dazu befähigt und berechtigt sind die Schaltberechtigten für elektrische Anlagen bis 36 kV. Das Zusatzzertifikat kann im Rahmen dieses Meisterlehrganges ohne die normalerweise anfallenden Gebühren in Höhe von 650 Euro erworben werden.
  • Unternehmermodell nach DGUV Vorschrift 2 „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“
    ca. 190 Euro
    In Deutschland muss sich jeder Arbeitgeber/Unternehmer regelmäßig durch Fachkräfte sicherheitstechnisch und betriebsärztlich betreuen lassen (Arbeitsschutzgesetz, DGUV-Vorschrift 2). Bei Kleinbetrieben, mit bis zu 50 Mitarbeitern, kann der Arbeitgeber oder ein verantwortlicher Mitarbeiter bei entsprechender Qualifikation den betrieblichen Arbeitsschutz selbst organisieren. Der erste Baustein ist das "Unternehmermodell - Grundseminar".

    Das Zertifikat ist daher für eine spätere Selbstständigkeit wichtig. Die hierfür normalerweise aufzuwendenden Kosten in Höhe von 190 Euro sind in der Kursgebühr und den Zusatzkosten enthalten.
Termine und Anmeldung
 

Meisterlehrgang Elektrotechnik Schwerpunkt Systemelektronik

(Teil 1 - 4 in Vollzeit)
Kursnummer 103000
Lehrgangsdauer 12 Monate (1700 Unterrichtseinheiten)
Unterrichtszeiten Mo - Fr: 7.30 - 15.00 Uhr
Kursgebühr 13.860 Euro 13.860 Euro 13.860 Euro
Zusatzkosten Lernmittelgebühren: ca. 470 Euro
Prüfungsgebühren: 860 Euro
Prüfungszusatzkosten: ca. 300 EUR
  • Zur Anmeldung
 

Meisterlehrgang Elektrotechnik Schwerpunkt Systemelektronik

(Teil 1 und 2 in Vollzeit)
Kursnummer 103400
Lehrgangsdauer 10 Monate (1360 Unterrichtseinheiten)
Unterrichtszeiten Mo - Fr: 7.30 - 15.00 Uhr
Kursgebühr 11.710 Euro 11.710 Euro 11.710 Euro
Zusatzkosten Lernmittelgebühren: ca. 410 Euro
Prüfungsgebühren: 520 Euro
Prüfungszusatzkosten: ca. 300 EUR
  • Zur Anmeldung
 
Fachmedien

Die folgende Literaturliste beschäftigt sich mit für den Beruf des E-Meisters Systemelektronik interessanter Literatur. Sie ist keine Auflistung des im Lehrgang verwendeten Materials.

Eine Liste mit den aktuellen Fachbüchern erhalten die zukünftigen Meisterschüler drei Monate vor Lehrgangsbeginn. Sämtliche Autoren der Fachbücher sind Dozenten des BFE. Die Lernprogramme werden ebenfalls vom BFE erstellt.

BEHRENDS, P. & B. WESSELS: Formeln und Tabellen Elektrotechnik. 120 S. - Vogel Buchverlag, Würzburg.
BÖTTLE, P. & H. FRIEDRICHS: Mathematische und elektrotechnische Grundlagen. 583 S. - Vogel Buchverlag, Würzburg.
BÖTTLE, P., H. FRIEDRICHS, T. JANßEN & R. SOBOLL: Aufgaben und Lösungen Elektrotechnik. 456 S. - Vogel Buchverlag, Würzburg.
BOY, H.-G., K. BRUCKERT & B. WESSELS: Elektrische Steuerungs- und Antriebstechnik. 280 S. - Vogel Buchverlag, Würzburg.

Ansprechpartner
für Fragen
zur Ausbildung

Claudia Nichau
Meister-Beraterin

Mo-Do 7.30-16 Uhr, Fr 7.30-15 Uhr

Tel.: 0441 34092-131
E-Mail: meisterberatung@bfe.de

Infotage

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Termine 2018:
14.04.2018
25.08.2018
10.11.2018

Aufstiegs-BAföG

Informationen zum Aufstiegs-BAföG gibt es hier und auf der Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unter www.aufstiegs-bafoeg.de

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