Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik
Meister, Betriebswirt, Fachplaner
 
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Informationstechnikermeister

Das BFE-Oldenburg hat auf die rasante Entwicklung in der Informationstechnik (IT) reagiert und seinen Meisterlehrgang neukonzipiert. Das Bundestechnologiezentrum setzt damit neue Maßstäbe für die IT-Lehre. Das BFE ist einer von deutschlandweit zwei Anbietern dieses neuen IT-Lehrgangs.

Den BFE-Lehrgang durchzieht der Gedanke des „Internets of Everything“, also die informationstechnische Vernetzung von IT-Systemen mit Mensch und Maschine. IP-basierende Technik und Anwendungen wie Smart Grid, VoIP oder Video-Streaming bilden einen roten Faden im Lehrgangsablauf. Dazu wurden Elemente wie IP-Kommunikation oder die Steuerung eines „Intelligenten Hauses“ in das Lehrgangskonzept integriert.

Der IT-Meister von morgen berät Kunden bei Hardware-Installationen ebenso wie bei IT-Fragestellungen. Er konzipiert, plant, installiert und parametriert IP-vernetzte Geräte. Und er  liefert dem Kunden Orientierung, was für ihn im komplexen Umfeld aus EDV, Haustechnik, Hi-Fi oder Video von Belang ist.

Nach erfolgreichem Abschluss der Prüfungen, bekommen die Teilnehmer den Meisterbrief „Informationstechnikermeister“ überreicht.

Zulassungsvoraussetzungen

Auch für IHK-Abschlüsse

Wer die Voraussetzungen für welchen Meister erfüllt, entscheiden die Handwerkskammern. Nur sie können verlässliche Auskunft geben. Gleichwohl gibt es natürlich für jeden E-Meister erfahrungsgemäß Vorberufe, die in der Regel besonders gute Chancen auf Zulassung haben. Um eine erste Orientierungshilfe zu bieten, hat das BFE daher eine aus seiner Sicht sinnvolle Vorauswahl für jeden seiner E-Meister zusammengestellt.

Für folgende Berufsgruppen ist dieser Lehrgang besonders geeignet:

  • Informationselektroniker Schwerp. Bürosystemelektrik (HWK)
  • Informationselektroniker Schwerp. Geräte und Systemtechnik (HWK)
  • Informations- und Telekommunikationssystemelektroniker (IHK)

Mehr als 90 Prozent aller Anmeldungen werden problemlos von den Kammern zugelassen. Es gibt aber auch immer Einzelfälle, bei denen die Entscheidung nicht ganz so einfach ist. Ob exotischer Vorberuf, kurze Ausbildungszeit oder ungewöhnlicher Berufsweg – Claudia Nichau, unsere Beraterin für angehende Meister, hilft bei komplexeren Fragen unter Tel.: 0441 34092-131 weiter und plant mit jedem Interessenten den individuell bestmöglichen Karriereweg.

Der Zulassungsantrag von der Handwerkskammer ist hier zum Download bereitgestellt: Zulassungsantrag Meisterprüfung (HWK)

Lehrgangsablauf

Der Meisterlehrgang lässt sich in ein fachbezogenes und ein fachübergreifendes Modul untergliedern. Das fachbezogene Modul behandelt im Schwerpunkt die Bereiche Informationstechnik, Kommunikations-, Übertragungs- und Gebäudesystemtechnik in Theorie und Praxis. Es umfasst mit einer Dauer von zehn Monaten (1.360 Unterrichtseinheiten) den Großteil der Meisterausbildung. An seinem Ende stehen die Abschlussprüfungen vor der Handwerkskammer (HWK).

Das fächerübergreifende Modul behandelt die Bereiche Wirtschaft und Recht sowie Berufs- und Arbeitspädagogik, dauert zwei Monate (340 Unterrichtseinheiten) und schließt je Bereich mit einer Prüfung* ab. Da die Inhalte deutschlandweit standardisiert** sind, bietet das BFE alternativ an, dass dieses Module extern absolviert werden können. Da das fächerübergreifende Modul dem fachbezogenen vorgelagert ist, können externe Absolventen im Anschluss problemlos zu den anderen stoßen.

Nach erfolgreichem Abschluss des gesamten Meisterlehrgangsprogramms am BFE erhalten die Teilnehmer ein Zeugnis des BFE sowie den HWK-Meisterbrief „Informationstechnikermeister“.

* Mit der Bescheinigung der bestandenen Sicherheitstechnikprüfung des BFE ist zudem ein Eintrag in das Installateur-Verzeichnis möglich. Die hierfür normalerweise aufzuwendenden Kosten in Höhe von 2.000 Euro sind in der Kursgebühr und den Zusatzkosten bereits enthalten.
** Der wirtschaftliche und rechtliche Teil entspricht dem „Technischen Fachwirt“ (HWK), der berufs- und arbeitspädagogische der „Ausbildung der Ausbilder“ (AdA).

Inhalte

Das BFE ist eine der wenigen Meisterschulen in Deutschland, die den gesamten Rahmenlehrplan des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) erfüllt. Dieser entspricht 1.700 Unterrichtseinheiten.

ZVEH konform

Fachbezogenes Modul*

Praxis (Teil I)
Informationstechnik

  • Komplexe Projektierung, Fachkalkulation und Realisierung von ganzheitlichen Kundenaufträgen im Schwerpunkt Informationstechnik

Theorie (Teil II)
Elektrotechnische Sicherheit und
Energietechnik

  • Vorschriften (VDE, VDE-Messtechnik)
  • Installationsplanung
  • Blitz- und Überspannungsschutz
  • Grundlagen der Beleuchtungstechnik

Kommunikationstechnologien

  • Übertragungstechnische Grundlagen
  • Telekommunikationstechnik, Tk-Anlagen
  • Weitverkehrsnetze (WAN)
  • ADSL / VDSL
  • Sprachübertragung in Datennetzen
    (Voice over IP - VoIP)

Informationstechnische Gebäudevernetzung

  • Anwendungsneutrale Kommunikationskabelanlagen (EN50173)
  • übertragungstechnische Grundlagen für AV-Systeme
  • Kabel-TV und SAT
  • Digitale Empfangs und Verteilanlagen
    (DVB-C, DVB-S)
  • Koaxinstallation

Datennetzwerktechnik

  • Technik lokaler Netze (LAN)
  • Switching und VLAN
  • IP-Routing
  • IPv4 und IPv6
  • IP-Services

 


IT-Sicherheit

  • Datenschutz und
    Informationssicherheit
  • Sicheres Unternehmensnetz
  • Firewalltechnik
  • Virtual Private Network (VPN)

Gebäudesystemtechnik

  • Gebäudeautomation mit KNX
  • Visualisieren und Bedienen in der Gebäudesteuerung
  • Integration von Multimedia-Endgeräten
  • IP-Kopplung
  • Smart Metering und Smart Grid Integration

Grundlagen der Lichtwellenleitertechnik (LWL)

  • Montage- und Verbindungstechniken
  • Leitungsmesstechnik
  • Glasfaser-Hausanschlüsse (FTTH)
  • Kunststofflichtwellenleiter (POF)

Betriebsführung Informationstechnik

  • Auftragsabwicklung
  • Betriebsführung und Betriebsorganisation

 

Fächerübergreifendes Modul*

Wirtschaft und Recht (Teil III)

  • Grundlagen Rechnungswesen/Controlling
  • Grundlagen wirtschaftliches Handeln im Betrieb
  • Rechtliche und steuerliche Grundlagen

 

Berufs- und Arbeitspädagogik (Teil IV)

  • Planung der Ausbildung
  • Einstellung von Auszubildenden
  • Ausbildung am Arbeitsplatz
  • Förderung von Lernprozessen

 

* Um auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können, behält sich das BFE Änderungen der Lerninhalte vor. Lernziele und Ausbildungsdauer entsprechen den vom Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) erarbeiteten Richtlinien und werden laufend durch aktuelle Themen aus der Praxis ergänzt.

Zusatzzertifikate

Die Teilnehmer des Lehrganges zum Informationstechnikermeister erwerben während ihrer Lernzeit am BFE automatisch verschiedene Zusatzzertifikate, deren Kosten von insgesamt 1.590 Euro in den Gesamtkosten des Meisterlehrganges bereits enthalten sind. Das BFE weist ausdrücklich auf das hohe Einsparpotential hin.

1.590 Euro Einsparpotential

Zusatzzertifikate

  • KNX-Zertifikatsprüfung
    ca. 1.400 Euro
    Das BFE integriert die vollwertige KNX-Zertifikatsprüfung (ehemals EIB) nach Richtlinien der KNX Association in Brüssel in das brandaktuelle Themenfeld „Smart Building/ Gebäudeautomation“. Die Prüfung erfolgt direkt durch die dazu besonders zertifizierten BFE-Dozenten. Die Kosten in Höhe von ca. 1.400 Euro sind bereits in der Gebühr für den E-Meister enthalten.
  • Sicherheitsbeauftragter im Rahmen des Unternehmermodells nach
    DGUV Vorschrift 2 „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“
    ca. 190 Euro
    Die Teilnehmer aller BFE-Meisterlehrgänge können sich während ihrer Weiterbildung zu der von der Berufsgenossenschaft anerkannten Prüfung zum Sicherheitsbeauftragten im Rahmen des Unternehmermodells nach DGUV Vorschrift 2 „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ anmelden. Das hierfür notwendige Wissen wird im Lehrgang vermittelt. Ein Sicherheitsbeauftragter ist per Gesetz für alle Betriebe vorgeschrieben, die mehr als einen Angestellten beschäftigen. Das Zertifikat ist daher für eine spätere Selbstständigkeit wichtig. Die hierfür normalerweise aufzuwendenden Kosten in Höhe von 190 Euro sind in der Kursgebühr und den Zusatzkosten enthalten.
Termine und Anmeldung
 

Meisterlehrgang Informationstechnik

(Teil 1 - 4 in Vollzeit)
Kursnummer 106000
Lehrgangsdauer 12 Monate (1700 Unterrichtseinheiten)
Unterrichtszeiten Mo - Fr: 7.30 - 15.00 Uhr
Kursgebühr 11.800 Euro 11.800 Euro 11.800 Euro
Zusatzkosten Lernmittelgebühren: ca. 380 Euro
Prüfungsgebühren: 860 Euro
Prüfungszusatzkosten: ca. 275 EUR
  • Zur Anmeldung
 

Meisterlehrgang Informationstechnik

(Teil 1 und 2 in Vollzeit)
Kursnummer 106400
Lehrgangsdauer 10 Monate (1360 Unterrichtseinheiten)
Unterrichtszeiten Mo - Fr 7.30 - 15.00 Uhr
Kursgebühr 9.650 Euro 9.650 Euro 9.650 Euro
Zusatzkosten Lernmittelkosten: ca. 325 Euro
Prüfungsgebühren: 520 Euro
Prüfungszusatzkosten: ca. 275 Euro
  • Zur Anmeldung
 
Fachmedien

Die folgende Literaturliste beschäftigt sich mit für den Beruf des Informationstechnikermeisters interessanter Literatur. Sie ist keine Auflistung des im Lehrgang verwendeten Materials.

Eine Liste mit den aktuellen Fachbüchern erhalten die zukünftigen Meisterschüler drei Monate vor Lehrgangsbeginn. Sämtliche Autoren der Fachbücher sind Dozenten des BFE. Die Lernprogramme werden ebenfalls vom BFE erstellt.

BEHRENDS, P. & B. WESSELS: Formeln und Tabellen Elektrotechnik. 120 S. - Vogel Buchverlag, Würzburg.
BÖTTLE, P. & H. FRIEDRICHS: Mathematische und elektrotechnische Grundlagen. 583 S. - Vogel Buchverlag, Würzburg.
BÖTTLE, P., H. FRIEDRICHS, T. JANßEN & R. SOBOLL: Aufgaben und Lösungen Elektrotechnik. 456 S. - Vogel Buchverlag, Würzburg.
WÜBBE, T.: Telekommunikation. 264 S. - Vogel Buchverlag, Würzburg.

Ansprechpartner
für Fragen
zur Ausbildung

Claudia Nichau
Meister-Beraterin

Mo-Do 7.30-16 Uhr, Fr 7.30-15 Uhr

Tel.: 0441 34092-131
E-Mail: meisterberatung@bfe.de

Infotage

Die Informationsveranstaltung für Deutschlands größtes Ausbildungsangebot für E-Meister...mehr

Termin 2016:
22.10.2016

Termin 2017:
21.01.2017
01.04.2017
19.08.2017
21.10.2017

Meister-BAföG

Informationen zum Meister-BAföG gibt es hier und auf der Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) unter www.meister-bafoeg.info

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